„Was ist mit Tagungsordnungspunkt 5?“

„Das Thema wollte ich jetzt bei unserer heutigen Versammlung eigentlich nicht aufs Tapet bringen.“

Wenn man etwas aufs Tapet bringt, dann malt man nicht die Tapete an. Tapet ist das französische Wort für Teppich oder Matte. Wollte man einer kahlen Wand Glanz verleihen oder einen leeren Tisch aufhübschen, so hängte man einen Teppich, später ja auch Stofftapeten an die Wände oder legte eine – neudeutsch – Tischdecke auf.
Weiterlesen

Erinnert ihr euch noch an das Manta Unser?

Manta Unser,

Der du heizt auf der Piste,

Geheiligt werde Dein Spoiler,

Deine Schnelligkeit komme, Dein Fuchsschwanz wehe,
Weiterlesen

„Nessi, die Sonne scheint. Wollen wir nachher noch über die Königsstrasse flambieren?“

„Ah! Du willst mit deiner neuen Jacke wohl die Leute imprägnieren. Dass wir da mal nicht in die Patroullie geraten!“

Gerne zu heftigen Verwirrungen führt auch die Authentizität. Erstens weiss keiner so genau, was das eigentlich ist. Authentisch sind zum Beispiel historische Artefakte, Kunstgegenstände. Sie werden entweder als echt eingestuft, zum Beispiel 3. Jhr vor Christus oder als Fälschung. Sie sind authentisch oder gefälscht. Zweitens sagen manche: Authenzität. Hier ein Absatz aus dem Zwiebelfisch von Bastian Sick – denn: besser gehts kaum.
Weiterlesen

Malapropismus entstammt dem Französischen und bedeutet: mal à propos: direkt übersetzt: falsch zu dem Zwecke und beschreibt die falsche Verwendung von Fremdwörtern.

„Letztens habe ich mit einem Freund privatisiert.“

„Soll was heissen?“

„Naja, er hat das Bistro wieder schließen müssen, da haben wir uns privat getroffen.“

„Aha, aber du arbeitest schon noch?“

„Ja klar, was denkst du denn?“

Privatier kann sich jeder nennen, der sein Leben ausschließlich privaten Interessen widmet ohne einen Gedanken an die monetäre Ausstattung desselben verschwenden zu müssen.
Weiterlesen

„Wir in Hannover bewundern seit langem Stephan Weil – der redet druckreif. Könntest du so mitschreiben. Aus der Lameng! Der hats rhetorisch einfach drauf! Total eloquent, der Mann.“

Wen wir als rhetorisch versiert wahrnehmen, der spielt mit Wörtern, der jongliert fünf Nebensätze gleichzeitg, der verliert nicht den roten Faden.

Wir können selbst viel dafür tun, unsere Ausdrucksfähigkeit zu verbessern. Zum Beispiel viel lesen, viel reisen, den Horizont erweitern.
Weiterlesen