„Mein Mann verlässt mich, weil er mich nicht versteht.“ So tönte es aus meinem Telefon. Das klang tatsächlich beunruhigend.
„Wie das?“ fragte ich zurück. „Wenn wir im Auto sitzen und ich erzähle etwas und er kann mich nicht verstehen. Ich rede zu undeutlich, sagt er. Und dass ihn das unendlich nervt. Können Sie mir helfen?“
Von diesem Erlebnis und von der gemeinsamen Arbeit an der Lösung des Problems möchte ich dir heute berichten.
Was kann man tun, wenn man undeutlich spricht.

Lösungsweg 1 Projektion ist das Schlüsselwort

Hand aufs Herz: Willst du wirklich deine Zuhörer erreichen? Willst du wirklich erreichen und erweichen? Willst du gehört werden und willst du verstanden werden? Hast du selbst verstanden, was du weitergeben sollst und hast du selbst verstanden, warum gerade DU zu den Menschen sprechen sollst? Das nämlich sind die Gretchenfragen, auf die du eine Antwort suchen kannst. Überleg mal, was du mir antworten würdest, wenn ich dir diese Frage stellen würde.
Bestimmt würdest du folgendes sagen: „Ja, ich will gehört werden. Aber ganz ehrlich? Nicht immer. Nicht immer habe ich Lust, mich ins Kreuzfeuer zu stellen und Aussagen zu tätigen, hinter denen ich nicht stehe.“ Betriebsräte müssen das manchmal, Personalverantwortliche und Geschäftsführer.
Frage dich, wann du eigentlich gar nichts sagen willst aber musst, weil es nun mal deine Aufgabe ist. Vielleicht möchte auch meine Klientin einfach schweigen, denkt aber, sie müsse Konversation betreiben.
Wenn du hier unverständlich und undeutlich sprichst, ist nicht dein Sprechen das Problem, sondern der Kontext.

Lösungsweg 2 Ausdrucksstärke und Emotionen

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln, sagt man.
Vielleicht hast du das Gefühl, dich lächerlich zu machen, wenn du deinen Emotionen Ausdruck verleihst. Vielleicht fühlt es sich für dich seltsam an, „Grimassen“ zu schneiden. Vielleicht war es in deinem Elternhaus einfach nicht üblich, sich groß zu freuen und deine Begeisterung offen mitzuteilen. Vielleicht wird in deinem beruflichen Kontext Sachlichkeit, Ruhe und Kompetenz sehr geschätzt und du hast dir deine Ausdrucksstärke einfach abgewöhnt im Laufe der Jahre.
Aus über 1000 Rhetorikseminaren kann ich dir folgende Erkenntnis mitgeben: Zuschauer freuen sich unmittelbar über gezeigte Emotionen.
Wir sprechen hier von Freude, Euphorie, Überraschung, vielleicht auch kontextbezogen Ärger (über ein Problem, das dann wunderbarerweise gelöst wurde), Erleichterung, Angst, Mut, Courage und so weiter.
Die Menschen hängen dir an den Lippen, wenn sie all diese Emotionen auf deinem Gesicht vorgemacht sehen können. Das ist die Kunst der Rhetorik. Ja – ein Manipulationsmittel, keine Frage, aber du hast ja wahrscheinlich die gute Absicht, deine Zuhörer wach und bei Laune zu halten, oder? Dann gibt es keine Ausreden mehr. Unterhalte sie, zeig deine Geschichte auf deinem Gesicht.

Lösungsweg 3 Raum und Zeit nehmen

Sprechen ist Gedanke auf Ausatem. Oder nicht? In deinem Kopf entsteht ein Gedanke. Du willst ihn mitteilen. Von ganz allein holst du Luft und sprichst ihn aus. Ohne Luftholen bewegt sich nur dein Gesicht. Sprechen ist Gedanke auf Ausatem.
Wenig Luft, wenig Klang. Viel Luft, viel Klang. Gibst du deinem Brustkorb wenig Raum zum Aufblühen, produzierst du wenig Klang. Gibst du deinem Brustkorb viel Raum zum Aufblühen, produzierst du viel Klang.
Das braucht Zeit. Flachatmen fällt dann flach. Sorry – Kalauer.
Denk bitte nicht so kompliziert mit aufrecht hinstellen und tief in den Bauch atmen. Das verwirrt dich vielleicht, ich jedenfalls kann diese Anweisungen nicht mehr hören.
Atmen und Sprechen braucht Zeit, wenn es groß, tragfähig, gewichtig und deutlich sein soll. Das diktiert uns die Physik und die Statik im Körper. Schnell und undeutlich sprechen erreichst du, wenn du dich klein machst, dich unwichtig fühlst und flach vor Angst atmest.
Vielleicht hast du dazu Grund, dann sollten wir vielleicht mal telefonieren.
Ansonsten nimm dir Raum und Zeit und wundere dich über deine neue Wirkung.

Lösungsweg 4 Geduld haben

Die Gedanken, die durch deinen Kopf wirbeln, verwirren dich vielleicht im entscheidenden Moment. In dem Moment nämlich, in dem du deine Aussagen tätigen möchtest. Kreative Stürme im Kopf lassen uns zwar sehr lebendig fühlen, aber machen uns auch das Leben, also das Sprechen schwer. Durch den Mund sollen bitteschön gefilterte, saubere Sätze kommen.
Nimm dir Zeit, hab Geduld, denke schnell und rede langsam. Und klopf dir hin und wieder auf die Schulter für deine Leistung.
Hab auch Geduld mit deinen Mitmenschen, die dir zuhören. Sie versuchen, deinen Gedankengängen zu folgen. Gib ihnen mit Pausen und Betonungen Gelegenheit, dir in Ruhe zu folgen.
So, das waren meine vier Blickwinkel auf das Thema Deutlich sprechen.

Zusammenfassung:

Was du tun kannst, um deutlicher zu sprechen, ist – neben all den Übungen, die in den Podcasts mit Theo Wurth finden kannst – folgende Frage für dich zu beantworten:
Wem sagst du was zu welchem Zweck und zu welchem Anlass.
Wenn du deine Zielgruppe, deinen Inhalt, deinen Wunsch an deine Zuhörer und die Umgebung, in der das alles stattfindet, hast du schon fast alles getan, um klar und deutlich verstanden zu werden. Wenn du Hilfe dabei brauchst, diese Parameter für deine Deutlichkeit zu klären, dann ruf mich gerne an.

Ich freue mich auf dich und wünsche dir eine deutlich wunderbare Zeit bis zur nächsten Folge. Das wird dann der KonfliktQuicktipp mit meinem Trainerkollegen Carsten Banse sein.

Wer im Konflikt steckt, sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und regt sich über jedes herumfliegende Staubkörnchen auf.

Carstens Konflikt-Tipp 1:

Missbrauche deine Freunde nicht und such dir stattdessen einen Profi für Konfliktklärung, wenn es in deiner Kommunikation Schwierigkeiten gibt

Ein unverstellter Blick von außen kann hier helfen, Dynamiken und immer wiederkehrende Mechanismen aufzudecken oder auch neue Impulse liefern. Da ist hilfreich, das eigene Verhalten ganz infrage zu stellen oder „in den Mokassins des „Feindes“ zu gehen“, wie die Indianer sagen.
Profis stellen die unangenehmen fiesen Fragen und zwingen dich, die Welt aus den Augen des Partners/gefühlten „Feindes“ zu betrachten. Empathie und Perspektivwechsel sind die gängigen Instrumente in der Kommunikation. Wir Menschen tun das ja eh, nur eben nicht immer und ganz sicher nicht, wenn wir verletzt sind. Da möchten wir uns erst mal verstanden fühlen, bevor wir das Gegenüber verstehen wollen.
Dazu „zwingt“ uns aber nun mal ein Coach. Im geschützten gemeinsamen Denkraum kann man das dann wagen. Ein Coach versteht und bewertet nicht.
Freunde können diesen Dienst nicht leisten und müssen das, meiner Ansicht nach, auch nicht. Freunde können trösten und ablenken. Freunde sind immer Teil der eigenen sozialen Identität.

Carstens Konflikt-Tipp 2:

Arbeite einmal ganz intensiv mit der Methode von Byron Katie. Die bringt dir neben Klarheit auch innere Freiheit.
Die Methode überprüft deine Glaubenssätze und zwingt dich ebenfalls zur Selbstreflexion und zum Perspektivwechsel.

Quatscht du deine Freunde voll, wenn du zuhause oder auf der Arbeit Streit hast?
Sind Freunde eigentlich dafür da?
Ich sage ganz klar: JEIN.

Hör selbst rein in die Podcastfolge und schreib mir in die Kommentare, wie du das machst.

Ein falsches Wort und das wars.
Hast du das auch schon erlebt? Dann hast du vielleicht deine Sprache nicht sorgsam überprüft. Lass uns über Sprache sprechen:
Hörst du dir EIGENTLICH manchmal selbst beim Denken zu?
Bestimmt ja – aber viel wichtiger: Bist du irritiert von dem Wörtchen EIGENTLICH?
Das klingt hart, oder? Als würde ich dir einen Vogel zeigen und deine Denkfähigkeit bezweifle.
EIGENTLICH ist eine sogenannte Modalpartikel, ein Füllwort.
Und Füllwörter bergen Sprengstoff. Falsch eingesetzt und eine wichtige Geschäftsbeziehung explodiert dir vor deiner Nase.

  • Deine Sprache sagt viel über dich aus.
  • Wörter machen deine für dich typische Sprache aus.
  • Wörter sind Werkzeuge.
  • Wörter manipulieren dein Denken und damit auch dein Handeln.
  • Wörter erschaffen Stimmungen.
  • Wörter pflegen Beziehungen, distanzieren oder schaffen Nähe.

Alle Wörter? Ganz sicher. Aber auch die kleinen: doch, ne?, oder?, mal, eigentlich, vielleicht, schon, österreichisch: eh, ur wie in ur-sicher, englisch: actually
Diese „kleinen“ Wörter, die für Atmosphäre sorgen, sind Modalpartikel.

„Ach, mit mir ist nichts anzufangen. Ich geh nach Hause.“ sagt dein Gesprächspartner.
Du äußerst spontan die Idee: „Lass uns in Kino gehen!“ Dein Freund zieht einen Flunsch: „Immer bestimmst du, was wir machen.“

Oha! Da hat offenbar jemand was in den falschen Hals gekriegt.
Ohne Weichmacher, Modalpartikel klingt die Idee, der Ausruf „Lass uns ins Kino gehen!“ wie eine Anweisung, wie ein Befehl.
Um Missverständnissen vorzubeugen, reichern wir gerne unsere Sätze mit Modalpartikeln wie „doch“, „mal“, „vielleicht“, „schon“ an.
Atmosphären schaffen mit Extrawörtern liegt zwar offenbar in der Natur des Menschen, aber anstatt zu bitten, verkrümmen wir uns lieber.

Meine Forderung: Wir müssen das Bitten wieder lernen.

Sprache fürs Storytelling
Wenn du einen interessanten Vortrag halten willst/musst/darfs/solltest/wirst du unweigerlich Modalpartikel benutzen, denn sie bereichern deine Erzählung ungemein. UNGEMEIN. Nicht wahr?

Hast du das auch schon erlebt?
Bewerbungsgespräch: Du willst diese Stelle, unbedingt. Du bist gut vorbereitet. Und dann kannst du nur noch flüstern vor lauter Aufregung.
Die Stimme versagt – Du willst etwas sagen, aber es kommt nur ein ganz leises Geräusch heraus.
Die Atmung war hoch – das fühlte sich an wie eine Panikattacke.
In dieser Folge erfährst du, wie du deine Atmung in den Griff kriegst und wie du deine aufrechte Haltung gesund gestaltest.

Wusstest du, dass dein Speiseplan maßgeblich deinen Erfolg in Vortrag oder Bewerbungsgespräch bestimmt?

Warum vertragen viele Menschen keine Rohkost am Abend?

  1. Rohkost enthält viele Ballaststoffe
  2. Ballaststoffe sollten nicht am Abend gegessen werden, denn dann gären und faulen sie im Darm weiter
  3. Lauchgemüse als Rohkost beeinflussen die Tiefe deines Atmens
  4. Zwiebeln gehören zu den Lauchgemüsen
  5. Rohe Zwiebeln enthalten viel Zucker, die zu Blähungen im Dickdarm führen
  6. Ein geblähter Dickdarm drückt das Zwerchfell nach oben
  7. Das verhindert eine tiefe, wohlige Atmung

Die Zwiebel enthält viel Zucker, was zusätzliche Probleme bereiten kann, denn Zucker führt zu Gasbildung, also zu Blähungen.

Gesunde Stimme und befreites Sprechen – Zwiebeln sind wahre Allrounder

Die ätherischen Öle der Zwiebel wirken schleimlösend, desinfizierend und anti-entzündlich. Zwiebeln lassen sich nicht nur im Essen verwenden, sondern
auch als Medizin speziell für eine gesunde Stimme.
Dazu müssen wir die Zwiebel aber wieder behandeln, um Sirup aus ihnen herzustellen.
Dazu schneidest du einfach einige Zwiebeln auf und lässt sie in einem Behälter zusammen mit etwas Zucker einige Stunden stehen. Den ausgetretenen Saft kannst du dann als Hustensirup verwenden.

Rohkost am Abend gegessen sorgt für viel Aufregung im Darm
Rohkost und besonders die zuckerhaltigen Zwiebeln sorgen für viel Luft im Bauch. Sie gären und faulen über Nacht, denn abends ist einfach nicht die richtige Uhrzeit für Salat und rohes Gemüse. Diese Gärungsprozesse bewirken eine vermehrte Gasbildung. Diese überschüssige Luft drückt das Zwerchfell nach oben.
Und das fühlt sich einfach nur schrecklich an. Denn ist das Zwerchfell nach oben gedrückt, kann man logischerweise nicht mehr tief einatmen. Diese ungesunde Hochatmung fühlt sich dann an wie Atemnot und das macht natürlich panisch, im besten Fall nervts einfach nur.
Aber wenn du ein wichtiges Gespräch hast, willst du tief atmen und in Ruhe dabei deine Gedanken sortieren. Du möchtest nicht hoch atmen und deine Sätze herausquetschen.
Angst bewirkt auch einen Zwerchfellhochstand, weil wir im Moment der Gefahr nicht wohlig tief atmen sollen, sondern flüchten oder angreifen. Dafür braucht man einen hohen Muskeltonus.

Es ist wichtig, dass wir diese Zusammenhänge verstehen, um Einfluss auf sie nehmen zu können. Denn natürlich wird uns unser Gehirn im Bewerbungsgespräch/im Vortrag auf der Bühne/vor Publikum auch weiterhin GEFAHR signalisieren, aber wir können und müssen dann unsere Gedanken lenken. Das gelingt dem einen besser, dem anderen schlechter. Eines ist aber gewiss: Leiden tun wir alle.

„Ich muss zur Arbeit.“ „Ich muss den Kollegen anrufen.“ Ich muss noch einkaufen.“
Sprichst du in Gedanken so mit dir? Gebrauchst du das Wort MUSS häufig?
Und hast du dir dabei schon mal zugehört? Bestimmt, denn um den ganzen Mindset-Hype kommt man ja nicht drum herum.
Klar. Es ist gerade Mode, die eigene Sprache zu optimieren.
Es macht trotzdem einen Unterschied, ob ich MUSS oder WILL oder WERDE sage.

Deine Einstellung zu deinem Leben manifestiert sich in deiner Sprache.

Hast du schon einmal darüber nachgedacht?
Hast du einen Unterschied gespürt – es geht hier ja ausschließlich um das „gute Gefühl“ – bei der Aussage: „Ich werde jetzt den Kollegen anrufen (auch wenn es mir widerstrebt).“? Wie zufrieden macht dich dein Alltag? Wie oft denkst du: „Das muss ich noch machen“?

Als ich irgendwann merkte, dass ich täglich sagte: „Ich muss ins Theater.“ oder „Ich muss zur Probe.“ wurde mir klar: Hier muss eine existentielle Grundsatzfrage her. Hier – an diesem Haus – bin ich nicht glücklich und werde es auch nicht mehr.

Deine Sprache lässt dich aufhorchen
Love it, leave it, change it – wie zufrieden bist du mit deinem Leben?

Ich habe damals den Sprung in die Selbständigkeit gewagt. Was kann bei dir passieren, wenn du dir und deiner Sprache zuhörst?

Deine Sprache kreeiert deine Realität
Mit deiner Sprache programmierst du dein Mindset.
Wir leben in einer Zeit der gut zugänglichen Informationen. Um nicht zu sagen, des Informationsüberflusses. Das erfordert von uns ein hohes Maß an starken Nerven, denn wir sehen ja ständig Neues. Jede Entscheidung hängt mit Gefühlen zusammen, wir entscheiden nach Gefühl, was sich entweder richtig oder falsch anfühlt. Selbst eine klare Vernunftentscheidung bringt ja ein Gefühl mit sich, nämlich das der nüchternen Entschlossenheit. Man fühlt sich dabei sachlich, wohl überlegt, quasi gefühllos. Aber das ist natürlich Illusion.

Weißt du, wie viele Entscheidungen du am Tag fällen musst?
Ich wusste es auch nicht. Aber ich habe gegoogelt und das ist das Ergebnis: Rund 30.000.
Das ist ganz schön stressig. Es gibt genügend gute Ideen für das Treffen von Entscheidungen, wie tiefes Atmen oder Meditation oder eine Nacht drüber schlafen. Allen Tipps gemeinsam ist der Zeitfaktor: Nimm dir Zeit. Wofür eigentlich? Für das Anhören der verschiedenen Stimmen im Kopf? „Ja, nimm das, das schmeckt am besten.“ Nein, kauf bloß nicht dieses Eis, das macht nur dick.“ „Aber ich will mir auch mal was gönnen, ich arbeite eh schon soviel und man muss sich ja auch mal entspannen und ein Eis genießen.“ Und so weiter.

Sprache formt Denken und soziale Wirklichkeit. Sie lässt soziale Welt entstehen und erzeugt Vorstellungswelten beim Gegenüber. Deine Sprache prägt auch deine Wirklichkeitswahrnehmung.

Der Glaube versetzt Berge

Können Gedanken Realität werden? Der Glaube versetzt Berge heißt es. Was wir vor unserem inneren Auge sehen können, kann wahr werden.
„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“ Sagte der nüchterne Hanseate Helmut Schmidt.
Eine Vision ist für mich ein Szenario, das wahr werden kann. Je besser ich mir diese Szene ausmalen kann, umso wohler fühle ich mich darin. Ich stelle mir zum Beispiel vor, wie meine Seminarteilnehmer aussehen, während sie mir zuhören. In meinem Kopf schauen sie interessiert, in sich gekehrt, nachdenklich. Einer sitzt da mit gerunzelter Stirn, manche nicken. Dann fangen alle an zu lachen, weil ich einen Sachverhalt lustig erklärt habe. Alle sind fröhlich und atmen befreit.
Als Regieassistentin musste (ja, musste!) mir der Ablauf der Oper klar sein, damit ich die Bühne entsprechend einrichten lassen konnte.
Wie lernt man das Stück dann? Man geht es im Kopf Szene für Szene durch.
Eine Vision kann also durchaus eine sehr nützliche Leistung der Vorstellungskraft sein.

Denn jeder Gedanke hinterlässt Spuren. Er formt dich und deine Realität. Darum ist es von großer Bedeutung zu beobachten, was in dir vorgeht bei den verschiedenen Wörtern.