Körpersprache-Folge 3 Die Sprache der Füsse

Eine wirklich nettes Beisammensein, beruflicher oder privater Natur. Ein Stehtisch, zwei Menschen unterhalten sich. Irgendwann sind die unverbindlichen 4 Minuten um, man klebt aneinander-will der andere weg? Mir wird ungemütlich, jetzt müsste ich mich elegant verabschieden.

Ich höre kaum noch richtig zu, interessiert mich auch nicht wirklich. Mein Lächeln gefriert zur Maske, erst der eine, dann der andere Fuß zeigt mit der Fußspitze schon in die neue Richtung.

Zum guten Schluss guckt nur noch mein Kopf zum Gesprächspartner, der restliche Körper ist schon woanders. Längst habe ich eine Verabschiedung eingeleitet mit den Worten „Das besprechen wir beim nächsten Mal.“ oder auch nur „Hmm hmm.“ Und ich denke: Mein Gott, schau doch mal, wie ich da steh-jetzt wirds schon unhöflich. Lass mich weg!“ Jetzt hilft nur noch der überraschte Blick zur Uhr und schwupps-verschwinden. Was sind die Flucht-Zeichen des anderen?

Genau die gleichen wie bei mir selbst, also künstliches Lächeln oder Auflachen an einer total falschen Stelle. Stark verkürzte Antworten: „Mmh, mmh.“ Mir wird nicht mehr in die Augen geguckt, die Bewegungen des Körpers werden ruckhaft, insgesamt unrund. Da heisst es nur: Loslassen und gehen lassen. Was denkt mein Gesprächspartner über mich? Seht genau hin und deutet die Zeichen. Auf jeden Fall erfahrt ihr etwas darüber, wie ein andere Mensch über sich selbst denkt. Der Blick auf die Welt verrät sich von selbst. Man muss nur gut hinschauen und sich immer wieder überraschen lassen.