Was für ein Abend, was für ein Auftakt, was für ein Gast!

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Den Einstieg ins fünfte Jahr meiner Veranstaltungsreihe Nessis Promi-Talk hätte ich mir besser nicht wünschen können. Das restlos ausgebuchte Inklusions-Café anna leine am Hohen Ufer im Herzen der Hannoverschen Altstadt summte voller Gespräche. Alte Bekannte trafen sich nach der langen Coronapause wieder, durch die hervorragende Pressearbeit der Hannoverschen Werkstätten und unsere in der ganzen Stadt verteilten 1000 Flyer tauchten auch unbekannte Gesichter auf. Zwar ist der offizielle Einlass um 19:00, aber es ist schon Tradition, dass einige Gäste bereits um halb sieben eintrudeln und sich die kleinen Köstlichkeiten der Küchencrew rund um Service-Chef Otto Wedel schmecken lassen.

Punkt sieben begrüßte ich alle Anwesenden und übergab sehr gerne das Mikro an Elisabeth Gebler von Special Olympics. Sie erzählte von den world games in Berlin und beschenkte uns mit dem Motto der speziellen Olympischen Spiele für Menschen mit geistiger Einschränkung:

Let me win. But if I cannot win, let me be brave in the attempt.

Lass mich gewinnen. Wenn ich nicht gewinnen kann, lass es mich mutig versuchen.

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Mutig und vor allem voller Freude fingen Anja Herden und ich dann auch an zu „talken“.

Über ihren Weg zur Schauspielerei, über ihre Preise und Nominierungen, die sie zwar einerseits sehr freuten, andererseits aber auch nachdenklich machten. „Man hastet nur diesen Beurteilungen hinterher, man lässt sich alles gefallen von Regisseuren und unterwirft sich diesem Diktat der Betrachtung von betrachtenden Instanzen.“ Ob sie uns als Schauspiel-Laien erklären könne, wie wir einen guten von einem schlechten Schauspieler unterscheiden könnten?

Eine natürlich extra provokante und absurde Frage, aber wie oft sagt man das so hin: Die war toll, der kann gar nix. Oder? Also ich hab das schon gesagt und damit Wandelbarkeit gemeint.

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Der Abend war dank der sehr sympathischen Anja Herden ein voller Erfolg. Die nahbare Schauspielerin mit ihrem einnehmenden Wesen beantwortete bereitwillig Publikumsfragen und erzählte Lustiges, völlig Verrücktes und Ernstes aus ihrem Leben als Schauspielerin und als Schwarze. „Wir sollten alle toleranter sein.“ sagt sie. Sie übt sich in Toleranz, wenn Maskenbildner nur Theaterschminke für „normale“ Haut im Sortiment haben und wundert sich, wenn die neue Generation junger Schauspieler sich mit Namen und Personalpronomen vorstellt: „So etwas hatte ich noch nie gehört: Ich heiße … und meine Pronomen sind sie und ihre. Ich war völlig verwirrt. Wir sollten uns alle mehr entspannen.“

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Natürlich sprachen wir über so vieles mehr.

Statdtzeichner und Architekt Malte Wulf zeichnete wieder und beschenkte uns mit seinen fantastischen Sketches, zum ersten Mal auch in DIN A4 Formaten.

Wenn dir dieser kleine Ausschnitt zu wenig ist, komm doch einfach selbst vorbei, bring Freunde mit und meld dich gerne vorher per Email an nr@rhetorik-consulting.de an.