Die Stegreif-Rede – woher kommt der Begriff?

Sie wurde ursprünglich nicht aus dem Ärmel geschüttelt, sondern in den Steigbügeln stehend vorgetragen.

Und was wurde da vorgetragen? Markige Befehle, taktische Kampfanweisungen des Oberst der Kavallerie-cavallo-italienisch, caballus – lateinisch für Pferd – an seine Kampftruppen.

Um Überblick zu gewinnen, musste der Heeresführer sich in die Steigbügel stellen.

Mitten im Kampf schwingt man dann keine langen Reden mehr, wobei die Idee, den Gegner tot zu quatschen anstatt tot zu schiessen ja was hat…

Der Dreisatz oder die Struktur der Stegreif-Rede:

 Zeitlicher Dreisatz: Gestern-Was war? Heute-Was ist? Morgen-Was soll sein?

Dialektischer Dreisatz: Erste Meinung/Zweite Meinung/ Schlussfolgerung

 Argumentativer Dreisatz: Ist-Zustand/Soll-Zustand/Wie kommt man dahin?

“Liebe Anwesende, wie schön, dass Sie hier sind und wir gemeinsam einen Grund zum Feiern haben.

Anlass ist, wie wir alle wissen, die Eröffnung unserer dritten Filiale.

Noch gestern haben wir hier eingerichtet und geschuftet bis tief in die Nacht. Es hat sich gelohnt! Heute sehen Sie das Ergebnis und ich bin sehr stolz auf meine Kollegen und auf mich auch-haha. Blicken wir mit Energie in die Zukunft! Auf eine schöne Feier! Prost!”

Das war doch leicht, oder?

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