Redewendungen Folge 7 Pikiert

Woher stammt eigentlich der Ausdruck-Pikiert?

„Junge Tomatenpflänzchen müssen pikiert werden, ansonsten geilen sie aus.“

„Hä? Wovon qutaschst du denn da herum? Was soll denn der Unsinn??“

„PFFFFFFffff.. „

„Oha, jetzt ist Eike pikiert.“

„Du meinst, ich habe ihn brüskiert?“

„Ja, er scheint verletzt, du bist ihm durch deine Verunglimpfung auf den Schlips getreten.“

„O Gott, hört auf! Ich bin schon ganz wirr im Kopf von euren Spitzfindigkeiten.“

Und genau das bedeutet Pikieren auch- stechen, ärgern, reizen.

Ist jemand pikiert, ist er verletzt, verärgert, reagiert offen beleidigt oder zieht sich zurück.

Ursprung ist das französische Verb piquer.

Man kann sich gegen eine Krankheit impfen lassen-

se faire piquer contre une maladie

ein Tier einschläfern lassen

piquer un animal

oder sich die Haut kratzen

piquer la peau.

Wie verwende ich pikiert falsch? Zum Beispiel so:

„Nimm bitte hier in meiner Wohnung den Aschenbecher.“

„Ach ja, du bist immer so pikiert mit deinem Parkett.“

Und wie war das mit den Tomaten?

Unter Pikieren versteht man das Vereinzeln der Pflanzen. Der Platz im Aussaatgefäß wird zu eng. Kleine Pflänzchen vergeilen, wenn sie zuwenig Licht bekommen und gehen dann kaputt.