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„Frau Rothhardt – wohin mit meinen Händen während der Präsentation?“

„Dranlassen bitte, nicht beim Pförtner abgeben. Ihre Hände denken mit.“

Ganz selbstverständlich und unwillkürlich bebildern unsere Hände ganze Geschichten:

…veranschaulichen die Tragweite einer Entscheidung,

…stoppen abrupt vor einer Spannungspause und zeigen damit: „Achtung! Jetzt kommt der Clou!“,

…untermalen weich beruhigende Botschaften,

…ballen sich zu Fäusten, bringen es auf den Punkt.

Unsere Hände sind Verkehrsschilder. Diese Hinweis-Schilder navigieren unsere Zuhörer durch den Vortrag.

 Nutzen:

Sie werden als Redner, als Rednerin klar wahrgenommen, Zuhörer folgen Ihnen interessiert.

 Achtung:

Hände in den Taschen sind KEINE Lösung! Sie werden nicht fürs Coolsein bezahlt, sondern für Ihre Fachkompetenz! Und die bringen Sie auch bitte engagiert und souverän rüber.

Souveränität, aus dem Lateinischen superanus „über allem stehend“ bedeutet Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Souverän treten Sie auf, wenn Sie sicher und überlegen Ihre Aufgabe beherrschen. Ein Herrscher fummelt nicht in seinen Taschen herum, spielt nicht mit einem Kuli, fasst sich nicht an den Kragen.

Hier wird Verlegenheit abgearbeitet und das versteht auch unbewusst jeder Zuschauer. Was ist daran unabhängig und selbstbestimmt?

Nehmen Sie, wenns denn sein muß, eine Moderationskarte in die Hand. Prägnant beschriftet ist das ein sinnvolles und hilfreiches Werkzeug.

Angst vor Blackout?

Dann sind Ihre Zauberworte Ruhe und Zeit.

Ich glaube kaum, dass Ihnen nichts einfällt, wenn Sie zusammen mit Ihrem Partner die Urlaubsplanung besprechen. Fallen Ihnen nicht sofort bunte, ansprechende Argumente für Ihren Wunschort ein?

Ans Meer: Blaue Weite beruhigt, der warme Wind weht an den Haaren und streicht um die nackten Beine, Sie bestaunen die Urkraft des Meeres, machen entspannt ausgedehnte Spaziergänge am Strand, stürzen sich mutig ins frische Wasser und so weiter…

In die Berge: Gewaltige, unfassbare, wunderschöne Felsformationen, das unbeschreibliche Licht des frühen Morgens, die Bergspitzen erglühen und so weiter…

Das nennt man freies Assoziieren. Wenn Sie diese Bilder sehen, brauchen Sie sie nur noch zu beschreiben. Mit all den schönen, bunten Adjektiven. Und was Sie bei der heimischen Urlaubsdiskussion noch machen: Diskutieren!

Wägen Sie dabei nicht ab? Bedenken Sie nicht das Für und Wider? Und bleiben innerlich alert und präsent im Gespräch? Na eben.

Genau das sind die Dinge, die Sie als Mensch auszeichnen, erkennbar werden lassen. Freies Assoziieren, zuhören, nach innen horchen, abwägen.

Was Sie an Fakten parat haben, ballern Sie raus.

Oder schreiben ZDF-Moderationskarten:

Zahlen, Daten, Fakten

Stellen Anwesende Fragen? Um so leichter – Sie sind im Gespräch.

Was war nochmal das Problem……………..irgendwas mit B……..