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Der perfekte Chef

sorgt für reibungslose Abläufe, erfasst Sachverhalte, entwickelt eigene Ideen und hört anderen zu. Denn dieser Chef oder diese Chefin kanns einfach. Sie setzen Vertrauen in ihre Mitmenschen, in ihre Fachkompetenz. Darin, dass sie arbeiten wollen. Nehmen wir zum Beispiel an, es ist etwas Blödes passiert.

„Chef, Der Liefertermin konnte nicht eingehalten werden. Was machen wir jetzt?“

„Ja, das ist ein kleiner Rückschlag, aber Sie schaffen das schon, unseren Kunden zu beruhigen.“

Anstatt aus der Haut zu fahren wie der Choleriker, vertraut der perfekte Chef den Menschen um ihn herum. Er delegiert Aufgabenbereiche und beteiligt Mitarbeiter am gemeinsamen Gefühl von Mitverantwortlichkeit.

Ein anderes Beispiel für gelingende Kommunikation: Sie präsentieren Ihrem Vorgesetzten einen Vorschlag, wie Sie einen Brief an einen potenziellen Geschäftspartner verfassen können. Ihr Chef bevorzugt aber eine andere Formulierung.

„Ich möchte Ihren Vorschlag nicht übergehen, auch wenn ich anderer Meinung bin. Machen Sie es so, wie Sie sagen.“

So motiviert und führt man Menschen. Der Chef sagt sachlich, klar, freundlich und vor allem wertfrei, dass er anderer Meinung ist. Kommunikation funktioniert gut, wenn wir auf Bewertungen verzichten, wie falsch, richtig, besser, schlechter. Die berühmten Ich-Botschaften eignen sich, um ein Dilemma aufzuzeigen und den Gesprächspartner an der Entscheidung für die weitere Vorgehensweise zu beteiligen.

„Chef, in der nächsten Woche steht viel Arbeit an. Könnten wir jetzt einige Punkte besprechen?“

„Ich habe nicht viel Zeit, aber ich kann Sie jetzt auch nicht wieder wegschicken.“

Der berühmte Dirigent Leonard Bernstein sagte über Führung:

„The conductor must not only make his orchestra play – he must make them want to play.“ Das Orchester soll nicht nur spielen-es soll spielen wollen!

„Hallo Chef. Im Laufe der letzten Wochen konnten wir in der Abteilung feststellen, dass der workflow nicht so lief wie erhofft. Ich habe mir da etwas überlegt, und zwar könnten wir…“

ICH WERDE MIR EINE LÖSUNG ÜBERLEGEN UND SIE DANN DARÜBER IN KENNTNIS SETZEN, schließlich trage ICH DIE VERANTWORTUNG, ALSO GEBE ICH DIE ANWEISUNGEN UND SIE FÜHREN sie AUS.“

Was nervt uns am autoritären Chef?

Die Allmachtsfantasie. Kann alles, macht alles! Vor allem andere platt.

Wie bleibt man bei diesem Chef gesund?

oder vielmehr: Wie bleibt dieser Chef gesund? Denn dass er seine Kräfte überschätzt und gnadenlos ausbeutet, führt IHN zum Herzinfarkt. Nicht uns.

Wenn euer Arbeitsumfeld es zulässt, übt professionelle Kritik an eurem autoritären Chef-er ist überfordert und strampelt sich ab!

„Hallo Chef. Im Laufe der letzten Wochen konnten wir in der Abteilung feststellen, das der workflow nicht so lief wie erhofft. Ich habe mir da etwas überlegt, und zwar könnten wir…“

ICH WERDE MIR EINE LÖSUNG ÜBERLEGEN UND SIE DANN DARÜBER IN KENNTNIS SETZEN, schliesslich trage ICH DIE VERANTWORTUNG.“

„Natürlich Chef, das ist doch klar. Darf ich Ihnen unseren Vorschlag dennoch auf den Schreibtisch legen? Vielleicht gefällt er Ihnen ja. Dann hätten Sie schon wieder etwas Zeit gespart!“

Ein bisschen mehr auf dem Konto würde uns schon sehr helfen-und ein Unmensch ist der Chef auch nicht, der lässt schon mit sich reden. Mal gucken, was der sagt. Am besten gleich zu Anfang des Jahres.“

Und zwar im Rahmen des alljährlichen Mitarbeitergespräches.

Ein klug gewählter Zeitpunkt für eine Gehaltsverhandlung. Ebenso gut:

Nach einem erfolgreichen Projekt oder nach mehreren erfolgreichen Projekten. Emotionslos und sachlich sagen:

Das und das habe ich erfolgreich gemacht, das hat dem Unternehmen den und den Vorteil gebracht.
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„Chef, vielen Dank, dass Sie sich gerade jetzt für ein Gespräch Zeit nehmen. Wir sind alle mächtig angespannt, das Projekt steht ja kurz vor dem Abschluss. Neben ein paar anderen Punkten, die wir bezüglich der Umstellung der Produktion auf die neue Technologie noch klären wollen, möchte ich von Ihnen ein kurzes Feedback über meinen Einsatz im laufenden Projekt.“
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Das alljährliche Mitarbeitergespräch ist ein klug gewählter Zeitpunkt für eine Gehaltsverhandlung. Ebenso gut: Nach einem erfolgreichen Projekt oder nach mehreren erfolgreichen Projekten. Emotionslos und sachlich sagen: Das und das habe ich erfolgreich gemacht, das hat dem Unternehmen den und den Vorteil gebracht. Das mit der Strategie üben wir noch, denn nicht immer passiert das Folgende:

Herr Müller, Sie haben ja ganz fantastisch gearbeitet, hocheffizient! Wie Sie diesen Auftrag doch noch an Land gezogen haben, letztes Frühjahr, also ich muss schon sagen, das war erste Sahne. Dafür haben Sie eine Gehaltserhöhung verdient!“
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