Rhetorik in der Werbung Folge 1: Das Wortgeklingel

Natürlich schindet ordentlich Eindruck, wer locker in Alliterationen parliert:

Brünstige Brüste buhlen um Bodo

oder „Das ist aber ein Euphemismus!“ ins Gespräch einwirft. Aber ist dieses konstruierte Wortgeklingel mancher Leute schon Rhetorik? Verschlägt es euch die Sprache, wenns drauf ankommt? Bleibt bei euch dieser schale Geschmack der Mittelmässigkeit zurück, nur weil ihr einfach nicht so hochgestochen, sondern ganz normal gesprochen habt? Dann kommt hier Abhilfe.

Eine kleiner Griff in die Schatzkiste der rhetorischen Sprachfiguren:

  1. Die Sentenz: Wohnst du noch oder lebst du schon?

Diese Sentenz prägt sich durch den Rhythmus leicht ein. Verdrehe ich nun die Wörter mache ich aus diesem Sinnspruch einen Unsinnspruch, konstruiere ich

  1. eine Katachrese:

Katachresen verbinden zwei Bilder, die nicht wirklich zusammengehören:

Wir ziehen alle am selben Boot, Auch ein blindes Huhn legt mal ein Ei, Das ist das Holz, aus dem Waschlappen gemacht sind.

  1. Der Euphemismus verhüllt und beschönigt. Aus mausetot wird :

sie ist verschieden, hat das Zeitliche gesegnet, ist heimgerufen worden und tritt nun vor ihren Schöpfer.