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Fremdwörter und Redewendungen sind die Fallen in jeder Sprache. Verwechseln wir da das eine mit dem anderen Wort, fallen wir unangenehm auf durch unsere Unwissenheit. Sie finden in diesen Blogbeiträgen Erklärungen zu einigen sprachlichen Figuren, sodass Sie im Gespräch glänzen können:

Malapropismus entstammt dem Französischen und bedeutet: mal à propos: direkt übersetzt: falsch zu dem Zwecke und beschreibt die falsche Verwendung von Fremdwörtern.

„Letztens habe ich mit einem Freund privatisiert.“

„Soll was heissen?“

„Naja, er hat das Bistro wieder schließen müssen, da haben wir uns privat getroffen.“

„Aha, aber du arbeitest schon noch?“

„Ja klar, was denkst du denn?“

Privatier kann sich jeder nennen, der sein Leben ausschließlich privaten Interessen widmet ohne einen Gedanken an die monetäre Ausstattung desselben verschwenden zu müssen.
Also Geld wie Heu hat. Wer keinen Gedanken an sein monatliches Auskommen verwendet, dabei aber KEIN Geld hat, ist einfach nur ein Lebemann. Privatisieren bedeutet also nicht, dass man sich privat trifft. Man kann auch nicht zusammen privatisieren. Fremdwörter verführen einen geradezu, sich mit ihnen zu schmücken, sich durch ihre Nutzung aufzuwerten. Doch wo viel Glanz, da lauert auch immer die Gefahr der Lächerlichkeit. Der rasante Ferrari, der vor der grünen Ampel kläglich abgewürgt wird, die 20 cm Louboutins, die ihre ungeübte Trägerin zum latschenden Brontosaurier machen. Hier ein paar wunderschöne Beispiele für Malapropismen aus der Welt des runden Leders:

Das wird doch alles von den Medien hochsterilisiert – Bruno Labbadia

Ja, der FC Tirol hat eine Obduktion auf mich – Peter Pacult

Das ist eine Deprimierung – Andreas Möller

Der Kloppo ist schon eine Initiative in Mainz – Benjamin Auer

Der Jürgen Klinsmann und ich, wir sind ein gutes Trio. Äh, Ich meinte: ein Quartett –Fritz Walter

Da gehe ich mit Ihnen ganz chloroform – Helmut Schön

Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert – Olaf Thon

Der arbeitet von morgens bis abends. So was nennt man im Volksmund, glaube ich, einen Alcoholic” – Rudi Völler

Das wundert mich nicht. Wir haben die Mannschaft ganz karibisch zusammengestellt – Klaus Hilpert

Who could have possibly envisioned an erection – an election in Iraq at this point in history? – George W. Bush, Washington, D.C., Januar 2005

Sehr gerne stehe ich Ihnen mit Workshops und Schulungen speziell auch zu diesem Thema – Ausdruck, Formulierung und Wortgebrauch für Ihre Rede – zur Verfügung. Schreiben Sie mir nr@rhetorik-consulting.de oder rufen Sie mich an: 0178 455 40 68. 

Ich freue mich auf Sie!