Manipulation leicht gemacht-Manipulation ist Verführung pur

„Ich will aber nicht, dass jemand anderes mich in meinen Entscheidungen beeinflusst.“

Denken Sie auch so?

Die erste Frage ist immer:

„O Gott-wie schütze ich mich davor?“

Nur die Ruhe:

Erst mal erkennen: WER WAS von mir will.

Vielleicht bekomme ich ja LUST, diesen schön gebundenen Blumenstrauss auf dem Wochenmarkt zu kaufen, obwohl das nicht der Plan war-Manipulation begegnet uns täglich: in der Werbung, im Freundeskreis, abends auf dem Sofa:

„Her mit der Macht!“

denn jeder beenflusst jeden, um die eigenen Interessen und Wünsche durchzusetzen. Manipulation ist ergo schlecht! Falsch. Manipulation ist weder gut noch schlecht: Es bedeutete ganz wertfrei „eine Handvoll“ – manipulus. Manipulus war eine gängige Maßeinheit. Eine Handvoll Kräuter.

Manus-die Hand, plere-füllen-Manipulatio-Handgriff, Kunstgriff.

Also haben nur die Lateiner MANIPULIERT? Was ist mit den alten Griechen-das waren doch die Meister der Verführungsrede, der Rhetorik!

Die gezielte Beeinflussung des Menschen war weder eine lateinische noch eine griechische, sondern eine deutsche Erfindung von 17 Hundert und´n paar Zerquetschte. Da kam die Psychoanalyse auf. Und die kann gezielt Denken, Fühlen und Verhalten eines anderen Menschen steuern. Ausschlaggebend ist die Frage der Einwilligung. Umso wichtiger, dass wir uns nicht von grossen Gesten und wortstarkem Dummgeschwätz einwickeln lassen, sondern hinter die bunte Fassade gucken. Denn wozu soll ich beeinflusst werden? Wem nützt es? Im Grunde kommt es nur auf die Absicht an, nicht auf die Mittel der Manipulation, der Beeinflussung. Ist die Absicht gut oder schlecht? Nützt sie dem Allgemeinwohl oder läuft sie dem zuwider und bringt nur einer kleinen Minderheit Nutzen?