Manipulation leicht gemacht-die Sache mit dem Lob

Wer kann dazu schon Nein sagen?

„Sie sind der Einzige, dem ich dieses Projekt anvertrauen kann. Natürlich bedeutet das für Sie einen zeitlichen Mehraufwand. Aber Sie sind meine erste Wahl. Was denken Sie-nehmen Sie die Sache in die Hand?“

Wer kann dazu schon Nein sagen?

Na klar. Niemand. Wer wird nicht gern gelobt.

Erster Gedanke: Wow! Mein Chef findet mich toll.

Zweiter Gedanke: Mooooment!!!

Der schmiert mir Honig ums Maul. Was will er?

Wir alle kennen den Klassiker:

„Du bist der Experte im Spülmaschineneinräumen. Fantastisch!“

„Wenn du das machst, ist das danach alles so schön gemütlich sauber-

Du kannst das eben!“

Also nix glauben, was der Chef sagt?

Es kann, es muss keine ausnutzende Absicht dahinter sein.

Lob kann aus tiefstem Herzen kommen.

Am leichtesten erkennen wir ehrliches Lob-das verführerischste Manipulationsinstrument-wenn es nicht an weitere Forderungen geknüpft ist.

Oft macht es erst zuhause Klick und wir denken:

„Na super. Jetzt hab ich das Projekt doch an der Backe !“

Besonders bei Menschen, von denen wir es nicht erwarten, lohnt sich ein materieller Gedanke:

„Ach ja, schön, erkennt der Meier meine Qualitäten.

Aber… mmm… was springt-ausser ein paar warmen Worten-noch für mich dabei heraus?“

Mein Tipp für heute:

Lob als charmante Manipulation überhaupt erkennen.

Lob KANN manipulativ sein, muss es nicht.