Der perfekte Chef

Der perfekte Chef

sorgt für reibungslose Abläufe, erfasst Sachverhalte, entwickelt eigene Ideen und hört anderen zu. Denn dieser Chef oder diese Chefin kanns einfach. Sie setzen Vertrauen in ihre Mitmenschen, in ihre Fachkompetenz. Darin, dass sie arbeiten wollen.

Nehmen wir zum Beispiel an, es ist etwas Blödes passiert.

Mitarbeiter: „Chef, DER LIEFERTERMIN KONNTE NICHT EINGEHALTEN WERDEN. Was machen wir jetzt?“

Chef: „Ja, DAS IST EIN KLEINER RÜCKSCHLAG, ABER SIE SCHAFFEN DAS SCHON, UNSEREN KUNDEN ZU BERUHIGEN.“

Anstatt aus der Haut zu fahren wie der Choleriker, vertraut der perfekte Chef den Menschen um ihn herum. Er delegiert Aufgabenbereiche und beteiligt Mitarbeiter am gemeinsamen Gefühl von Mitverantwortlichkeit.

Ein anderes Beispiel für gelingende Kommunikation:

Sie präsentieren Ihrem Vorgesetzten einen Vorschlag, wie Sie einen Brief an einen potenziellen Geschäftspartner verfassen können.

Ihr Chef bevorzugt aber eine andere Formulierung.

Chef: „ICH MÖCHTE IHREN VORSCHLAG NICHT ÜBERGEHEN, AUCH WENN ICH ANDERER MEINUNG BIN. MACHEN SIE ES SO, WIE SIE SAGEN.“

So motiviert und führt man Menschen. Der Chef sagt sachlich, klar, freundlich und vor allem wertfrei, dass er anderer Meinung ist.

Kommunikation funktioniert gut, wenn wir auf Bewertungen verzichten, wie falsch, richtig, besser, schlechter. Die berühmten Ich-Botschaften eignen sich, um ein Dilemma aufzuzeigen und den Gesprächspartner an der Entscheidung für die weitere Vorgehensweise zu beteiligen.

M: „Chef, in der nächsten Woche steht viel Arbeit an. Könnten wir jetzt einige Punkte besprechen?“

C: „ICH HABE NICHT VIEL ZEIT, ABER ICH KANN SIE JETZT AUCH NICHT WIEDER WEGSCHICKEN.“

Der berühmte Dirigent Leonard Bernstein sagte über Führung:

„The conductor must not only make his orchestra play – he must make them want to play.“

Das Orchester soll nicht nur spielen-es soll spielen wollen!