Stimmtraining mit dem n, ebenso wie mit den anderen Nasenlauten m und ng sind für die Stimmhygiene besonders gut geeignet, weil man sie so schlecht schreien kann. Und weil sie die nasale Resonanz fördern. Was ist das? Ein Luftstrom, der die Stimmlippen zum Vibrieren bringt und damit zum Klingen gebracht wird, hat bereits eine physikalische Qualität-Sie erzeugen einen Ton mit seinen Schwingungen. Diese Schwingungen sind physikalisch nachweisbar in all seinen Frequenzen und-handelt es sich um einen Nasalen-eben auch in der Nase spürbar. Wenn Sie sich die Nase zuhalten, merken Sie, wieviel Luft tatsächlich durch Ihre Nase während dieses Tönens entweicht. Wir haben mit dem n einen Klang, der ebenso wie das ng nicht forciert werden kann ohne den freien Klang einzubüßen.

Leichtes freies in Schwingung-kommen macht Ihre Stimme geschmeidig. Lassen Sie ein paar n`s tönen: Und jetzt in ein paar Worte einbetten:

anmelden, anmerken, unmöglich. Das n bitte dem m nicht angleichen. Formen Sie zwei gleichwertige Laute. Wozu? Sie wollen sich unmissverständlich artikulieren. Umgangssprachlich: anmelden, anmerken, unmöglich. Sauber ausgesprochen: an-melden, an-merken, un-möglich.

Der Name „Zwerchfell“ leitet sich vom veralteten deutschen Wort zwerch („quer“) ab. „Fell“ stammt von germanisch fel für „Haut“.

Die häufigste Ursache für eine beeinträchtigte Stimme ist eine ungünstige Atembewegung.

Mit einfachen, täglichen Übungen zur Zwerchfellkräftigung und Atemvertiefung, lässt sich die Aktivität dieses Hauptatemmuskels kontinuierlich steigern.

Wozu Zwerchfelltraining?

Verschwinden werden: Heiserkeit, Räuspern, flache, hochgedrückte Stimme, monotones, einschläferndes Sprechen

Neu dazu kommt: Eine schöne aufrechte Haltung, mehr Präsenz im Raum –

wir werden zum Blickfang. Daran gewöhnt man sich schnell.

Wie trainiert man sein Zwerchfell?

Zwar ist das Zwerchfell ein quergestreifter Muskel, aber trotzdem ist es dem Willen nicht unterworfen wie etwa der Beuger des kleinen Fingers.

Die Steuerung des Zwerchfells erfolgt durch den Nervus phrenicus, der dem Rückenmark im 3. – 5. Halssegment entspringt. Das Zwerchfell arbeitet geräuschlos und ist unwillkürlich gesteuert.

Also wie?

Erstens: Sport machen-Rückenmuskulatur stärken-Warum?

 Das Zwerchfell ist mit der Haltemuskulatur des Rumpfes verflochten –

aufrechte Haltung und Zwerchfell gehören untrennbar zusammen.

Starker Rücken und starkes Zwerchfell, starke Stimme

Zweitens: Stimmtraining

 Auch hier bedingt wieder eins das andere: Aufrichtung fällt mit einem starken Zwerchfell, bis zu 1,5 cm dick, viel leichter.

Starkes Zwerchfell – aufrechte Haltung – starker Rücken-starker Auftritt

Wie kommt das?

Die Atmung und die Sprechleistung werden durch eine schlechte Haltung stark beeinträchtigt: ein Hohlkreuz zwingt das Zwerchfell dazu, gewissermassen ‘um die Ecke’ zu greifen, eine Schreibtischhaltung, ein Buckel also verringert den Brustraum, und ein Schildkrötenhals drückt von hinten über die Speiseröhre auf die Luftröhre und damit genau auf den Kehlkopf.

Übung: ks ks ks ks kurz und lang

ksch ksch ksch kurz und lang

pst! pst!

fffffffffffffff

Um die Stimme aufzuwärmen, ist es gut, die Stimmlippen oder auch Stimmbänder, zu lockern. Das machen wir auch locker und ohne nachzudrücken mit einem stimmhaften brrrrrr.

Aber wir wollen ja explizit die Stimmlippen aufwärmen, deswegen machen wir das MIT Klang.

Aber auch Arbeitskollegen freuen sich über eine kleine klangliche Abwechslung im tristen Alltagseinerlei.

Wer Angst hat, ausgelacht zu werden, liegt total falsch!

Ihr schenkt euren Mitmenschen AUCH Stimmtraining – in Form von Lachen!

Lachen ist für den gesamten Stimmapparat das Beste!

Beim brrrrrr können wir nur eine Sache falsch machen – nämlich nachdrücken.

Wir kennen das von hitzigen Diskussionen, wenn man sich ärgert, weil einem gerade wieder einer ins Wort gefallen ist. Dann schlägt die Stimme um in dieses hysterische Kreischregister, die Atmung wird flacher, die Wortbeiträge aggressiver. Im Raum herrscht zunehmend Gefahrenstimmung – klar flache Atmung bedeutet Gefahr – war schon in der Steinzeit so.

BRRRRR – einfach mal selbst drei-viermal ausprobieren, dann bekommt man ein Gefühl für den eigenen Atemrhythmus.

Wer das drauf hat, deeskaliert auch schwierige Gesprächssituationen.

 

Viel Spaß beim Üben!