4. Mobbing und Gegenmittel

4. Mobbing und Gegenmittel

Wer das Pech hat, in einem Betrieb mit einer echten Unkultur zu arbeiten, wird es irgendwann selbst erleben: Mobbing. Denn es trifft jeden. Von der cleaning woman bis zur oberen Führungsriege. Mobbing hat nichts mit echter Kritik am eigenen Arbeitsverhalten zu tun, sondern richtet sich ganz willkürlich an jeden, der den Intriganten in die Quere kommt. Hannovers erste Anlaufstelle in Sachen Mobbing ist Beate von Eisenhart. Sie rät:

Schaut euch die Machtverhältnisse innerhalb der Struktur an. Mobbing ist ein Spiel, das der Betroffene wohl oder übel mitspielt. 

Baut ein soziales Netzwerk innerhalb des Betriebes auf.

Besorgt euch ein ärztliches Gutachten.

Sucht einen fähigen Anwalt für Arbeitsschutz.

Hilfe kann auch darin bestehen, hocherhobenen Hauptes zu Vordertür hinauszugehen. Keine Angst vor Kündigung. Denn Kollegen, die im betrieblichen Klima der Entwertungskultur so richtig aufblühen, gönnt man den verpesteten Lebensraum, für mich selbst aber beanspruche ich ein anderes Verhältnis zum Mitmenschen. Entwertungstendenz entsteht immer aus einem extrem niedrigen Selbstwertgefühl heraus. Das Gegenteil von Selbstwert ist Minderwertigkeit. Unerträglich. Für diejenigen, die mit ihrem Minderwertigkeitsgefühl leben müssen. Wir bleiben entscheidungsfähig und aufmerksam: “Was hier passiert, ist nicht ok. Ich bin nicht verrückt. Das könnte Mobbing sein. Ich hole mir Hilfe, sobald ich sie brauche. Ich bin wachsam. Ich vertraue meiner Wahrnehmung.”

Wendet euch an die Telefonseelsorge, Profis beim Evangelischen Beratungszentrum Oskar-Winter-Strasse oder an Hannovers erste Adresse in der List Beate von Eisenhart.