2. Die lieben Kollegen-die Ich-Botschaft

Laut einer online-Umfrage des Bürodienstleistungs-Unternehmen Regus

erzielen Sie mit Gestank den besten Erfolg, wenn es darum geht, Ihre Kollegen mal so richtig zu nerven.

Aber Spaß beiseite-wie spreche ich ein heikles Thema an, ohne dem Anderen zu nahe zu treten?

Meistens beschränken wir uns auf stilles Leiden und fieses Lästern.

Beides bescheuert!

Weder will ich leiden, noch lügen noch lästern.

Ich möchte offen sagen, was ich will.

Also brauche ich eine Formulierung, die dem anderen das Gesicht wahrt.

„Du stinkst!“-ist da nicht geeignet.

Eine Formulierung, die Freiheit lässt, eine offen vorgebrachte Bitte zu erfüllen oder auch nicht.

„Iss nie wieder Knoblauch während der Dienstzeit, verstanden!!???!!“

Nein-ohne Zwang!

Wie wäre es mit einer Ich-Botschaft?

Gute Idee!! Eine Ich-Botschaft verzichtet auf Bewertung und Vorwürfe.

Der Hamburger Kommunikationsprofessor Friedemann Schulz von Thun beschrieb sie mal so:

„Aus „Dieter, Dieter, du bist ein blöder Schieter!“ wird noch keine Ich-Botschaft, indem ich sage: „Dieter, Dieter, ich finde, du bist ein blöder Schieter!“

Wie geht Ich-Botschaft also richtig?

„Eike, bitte entschuldige, wenn ich jetzt etwas anspreche, das dir vielleicht unangenehm ist. Ich rieche, dass du heute Mittag Zwiebeln und Knoblauch gegessen hast.

Das war bestimmt sehr lecker. Mich stört dieser Geruch sehr. Natürlich kann ich dir nicht vorschreiben, was du essen kannst und was nicht. Ich bitte dich um Rücksichtnahme auf mich. Meinst du, wir können das so machen?“