Die lieben Kollegen 1

Die lieben Kollegen-Schnelle Lösungen

Immer wieder werde ich gefragt,

„Was mache ich, wenn…zum Beispiel mein Kollege Herr Müller meine Hand beim Händeschütteln nicht mehr loslässt“

Wie soll ich das wissen?

Vor der Antwort stehen doch soviele Fragen! Nehmen wir das klassischste Beispiel für Handlungsalternativen:

Säbelzahntiger springt aus Gebüsch.

Welche Handlungsoptionen bleiben uns Steinzeitmenschen im Augenblick höchster Gefahr?

Freeze, fly, fight-Erstarrung-sich tot stellen-fliehen oder angreifen. Wir wägen ab.

In der rechten Waagschale ist der Säbelzahntiger, die Gefahr, in der linken sind unsere Ressourcen, also äussere Faktoren.

Zum Beispiel:

Bin ich allein oder Teil einer grossen Gruppe? Hat diese Gruppe Stöcke zur Abwehr und Rasseln zum Lärmen dabei? Haben wir gemeinsam oder habe ich allein auf ihn gelauert? Bin ich allein, habe ich ein Gewehr bei mir? Gibt es einen Fluchtweg? Wie alt ist der Tiger? Vielleicht ist er uralt und hat nicht mehr alle Sinne beisammen? Vielleicht ist er erst drei Wochen alt und will nur spielen!

Wir sehen, vor der Lösung stehen etliche Beobachtungen! So. Kommen wir zurück zu Herrn Müller im Büro:

Was mache ich im Augenblick höchster Gefahr, wenn also Herr Müller meine Hand beim Händeschütteln nicht mehr loslässt? Da habe ich gleich die erste Frage:

Wie gefährlich stufst du diese Situationen ein? Sprich: Wie wichtig ist dir die Antwort, wieviel hängt hier von einer klugen Handlungsweise ab, wieviel ist dir eine Denkanstrengung wert?

Die Menschen wünschen sich einfache, schnelle Lösungen. Warum?

Wenns so einfach wäre, wäre man vielleicht selbst-ganz schnell- drauf gekommen. Wenn man also nicht selbst-ganz schnell- draufkommt, ist es eben vielleicht doch nicht so einfach.

Denkt nach! Nehmt euch Zeit! Stellt Fragen!